PoppetValve:
Auf gut deutsch gesagt: „Schlagventil“.
Die eigentliche Funktion des Schlagventils in Verbindung mit Paintball Markierern gibt es schon seit den Urzeiten des Sports. Die ersten
Markierer überhaupt arbeiteten schon nach diesem System (Nelson
Hammer/
Valve).
Die Firma Sheridan überarbeitete das Nelson System in den 80er Jahren und legte damit den Grundstein für das bis Heute erfolgreichste und variantenreichste Arbeitsprinzip bei Paintball Markierern, welches sich in seinen Varianten vom Einsteigermarkierern bis hin zu den Absoluten High Tech Produkten erstreckt.
Die Grundfunktion ist seit damals nahezu unverändert geblieben:
Ein
Hammer, der mit dem
Bolzen verbunden ist wird bei der Schussabgabe über eine vorgespannte Feder nach Vorne getrieben und trifft dabei auf ein Schlagventil. Beim auftreffen des Hammers öffnet das Ventil den Gasweg von einer unter Druck stehenden Kammer zum
Bolzen hin, wodurch der Paintball, der vor dem
Bolzen liegt, beschleunigt wird und den
Lauf verlässt. Zusätzlich wird ein kleiner Teil der freigesetzten Gasmenge auf die Stirnseite des Hammers geleitet (Blow Back Prinzip), wodurch dieser entgegengesetzt zur Federkraft nach Hinten getrieben wird und dort in einer Fangklinke (
Sear) einrastet (Open
Bolt). Das Schlagventil wird dabei wieder von der Ventilfeder geschlossen. Der Schusszyklus ist beendet und der
Markierer ist wieder schussbereit. Er funktioniert also
semiautomatisch.
Ein gutes Beispiel für das „Blowback Prinzip“ sind zum Beispiel die ProToyz Speedster Modelle, die Tippmann Modelle 98, A5, X7 und die Spyder
Markierer von Kingmann im unteren Preissegment.
Bei der Bob Long Intimidator wurde in den 90er Jahren erstmalig die rein mechanisch arbeitende
Hammer / Federkombination durch einen über ein Magnetventil pneumatisch gesteuerten
Hammer (Rammer) ersetzt. Durch die erfolgten Änderungen, die die pneumatische Arbeitsweise erforderlich macht (Niederdruckregulator, weniger Arbeitsdruck, auf die Millisekunde geregelte Zeiten des Schusszyklus) konnte die Eigenbewegung (
Kick) des Markierers bei der Schussabgabe im Vergleich zur „mechanischen“ Funktionsweise deutlich gesenkt werden, was der Schussgenauigkeit zugute kommt.
Das pneumatische Grundprinzip der Intimidator wurde über die Jahre von vielen anderen Herstellern aufgegriffen und immer weiter verfeinert, bzw. geradezu perfektioniert. Das Ergebnis aus all den Jahren an konsequenter Weiterentwicklung sieht man zum Beispiel an der Planet Eclipse Ego Markiererreihe (ab 2004/2005). Die positiven Eigenschaften des Poppet Valves liegen in der hohen Effizienz (bis zu 2000+ Schuss aus einer 1.1 Liter 300
Bar Druckluftflasche), der Wartungsfreundlichkeit und Zuverlässigkeit.